Pflichtuntersuchung für Zwergpinscher

Pflichtuntersuchung für Deutsche Pinscher

Patella Luxation (PL)

 

"PFLICHTUNTERSUCHUNG" - PATELLA

Gilt für alle ZP die nach dem 1.1.2007 geboren wurden.

Gilt für alle DP die nach dem 1.7.2011 geboren wurden 

Seit 01. Jänner 2010 In Österreich vorgeschrieben.

 

1. Untersuchung ab 12 Monaten bzw. vor dem erste Zuchteinsatz.

 

Darf nur von vorgeschriebenen TÄ untersucht und bestätigt werden.

 

Zugelassene Verpaarungen sind zwischen Grad 0/0 mit 0/0 oder 0/1 bzw. 1/0.

Die Patellaluxation, die Verlagerung der Kniescheibe aus ihrer Gleitrinne im Oberschenkelknochen nach innen oder nach außen ist eine Lahmheitsursache, meist bei kleinwüchsigen Hunderassen.

 

Die Verlagerung kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Sie ist häufig in Verbindung mit einer Fehlstellung der Gliedmaße feststellbar. Die Patellaluxation kann sowohl angeboren, wie auch nach Verletzungen auftreten, die Kniescheibe verrutscht meistens nach innen.

Klassifizierung der Patellaluxation beim Hund:

 

Grad 0:

Die Patella lässt sich nicht luxieren. 

 

Grad 1:

Die Patella lässt sich luxieren ohne klinische Symptome.

 

Grad 2:

Die Patella luxiert spontan und bleibt luxiert bis sie zurückverlagert wird bzw. der Hund durch Strecken des Kniegelenks die Patella zurückverlagert.

 

Grad 3:

Die Patella bleibt meistens verlagert, kann jedoch zurückverlagert werden, luxiert aber sofort wieder. Die Patienten können einen Stellungsfehler der Gliedmaße aufweisen und zeigen eine variierende Lahmheit vom gelegentlichen Hüpfen bis zu einer dauerhaften Stützbeinlahmheit mit Laufen auf drei Beinen.

 

Grad 4:

Die Patella ist ständig verlagert. Der Patient läuft mit eingeknicktem Bein, da das Kniegelenk nicht durchzustrecken ist. Es können extreme Fehlstellungen der Gliedmaße vorliegen. Teilweise kann das Kniegelenk derart verdreht sein, dass das Bein ständig hochgehalten wird.

Solange ein Hund noch im Wachstum ist sollte möglichst von einem operativen Eingriff Abstand genommen werden.

Ein guter Tierarzt ist in der Lage, in sehr schlimmen Fällen den Hund bis dahin medikamentös zu betreuen. In der Regel heilt eine Jugend-Patellaluxation oft spontan aus.

Erkrankungen von Knochen, Sehnen, Bändern, Gelenken und Muskeln, an den Gliedmaßen, der Wirbelsäule und im Kopfbereich kommen bei allen Hunderassen und in allen Altersstufen vor.

Meistens handelt es sich um Verstauchungen oder Verrenkungen bestimmter Gelenke mit ihrem Band- und Sehnenapparat (sogenannten Wachstumsstörungen im Junghund- Alter) .

Auch hier möchte ich darauf hinweisen, dass in einer kontrollierten Zucht versucht wird, gegen diese Krankheit vorzugehen, in dem man keinesfalls ein krankes oder belastetes Tier in der Zucht einsetzen darf!