Patella Luxation (PL)

Diese Untersuchung ist in der Zucht der Zwergpinscher

seit 01. Jänner 2010 in Österreich als

Pflichtuntersuchung eingeführt worden.

 

Es gibt zwei vorgeschriebene Untersuchungen:

 

1. U - im Alter von 12 bis 15 Monaten

2. U -  im Alter von ca. 3 Jahren.

 

diese darf nur von vorgeschriebenen TÄ untersucht und bestätigt werden.

Die Patellaluxation, die Verlagerung der Kniescheibe aus ihrer

Gleitrinne im Oberschenkelknochen nach innen oder nach

außen ist eine Lahmheitsursache, meist bei kleinwüchsigen

Hunderassen.

 

Die Verlagerung kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Sie

ist häufig in Verbindung mit einer Fehlstellung der Gliedmaße

feststellbar. Die Patellaluxation kann sowohl angeboren, wie

auch nach Verletzungen auftreten, die Kniescheibe verrutscht

meistens nach innen.

Klassifizierung der Patellaluxation beim Hund:

 

Grad 1:

Die Patella lässt sich luxieren ohne klinische Symptome.

 

Grad 2:

Die Patella luxiert spontan und bleibt luxiert bis sie

zurückverlagert wird bzw. der Hund durch Strecken des

Kniegelenks die Patella zurückverlagert.

 

Grad 3:

Die Patella bleibt meistens verlagert, kann jedoch

zurückverlagert werden, luxiert aber sofort wieder. Die Patienten können einen Stellungsfehler der Gliedmaße

aufweisen und zeigen eine variierende Lahmheit vom

gelegentlichen Hüpfen bis zu einer dauerhaften

Stützbeinlahmheit mit Laufen auf drei Beinen.

 

Grad 4:

Die Patella ist ständig verlagert. Der Patient läuft mit

eingeknicktem Bein, da das Kniegelenk nicht durchzustrecken

ist. Es können extreme Fehlstellungen der Gliedmaße vorliegen. Teilweise kann das Kniegelenk derart verdreht sein, dass

das Bein ständig hochgehalten wird.

Solange ein Hund noch im Wachstum ist sollte möglichst

von einem operativen Eingriff Abstand genommen werden.

Ein guter Tierarzt ist in der Lage, in sehr schlimmen Fällen

den Hund bis dahin medikamentös zu betreuen. In der Regel

heilt eine Jugend-Patellaluxation oft spontan aus.

Erkrankungen von Knochen, Sehnen, Bändern, Gelenken

und Muskeln, an den Gliedmaßen, der Wirbelsäule und

im Kopfbereich kommen bei allen Hunderassen und in allen Altersstufen vor.

Meistens handelt es sich um Verstauchungen oder

Verrenkungen bestimmter Gelenke mit ihrem Band- und Sehnenapparat (sogenannten Wachstumsstörungen

im Junghund- Alter) .

Auch hier möchte ich darauf hinweisen, dass in einer kontrollierten Zucht versucht wird, gegen diese Krankheit vorzugehen, in dem man keinesfalls ein krankes oder belastetes Tier in der Zucht einsetzen darf!