Wir sprechen hier von vermutlichen Erbkrankeiten!

 

Von wenigen abgesehen, wurden bisher die meisten vermutlichen Augenerbkrankheiten unzulänglich dokumentiert. Ein verantwortungsvoller Züchter läßt bevor er einen Hund in die Zucht nimmt, im Alter ab 12 Monaten, eine Augentuntersuchung an dem Tier vornehmen.

 

Je nach Ausmaß der Beeinträchtigungen sowie dem Vererbungsmodus wird von der Zucht mit dem Tier abgeraten oder eben als zuchttauglich befunden.

 

Diese Untersuchung ist noch nicht Pflicht, jedoch wird diese ab einem Jahr vorsorglich untersucht und wiederholt.

Es ist ein bestreben vermutlich erbliche Augenkrankheiten frühst mögich zu erkennen und diese Tiere nicht in die Zucht zu nehmen.

 

Folgende Augenkrankheiten gelten bei ALLEN Rassen als erblich. Sollte eine der folgenden Krankheiten gefunden werden, würde dieses Tier keinesfalls zur Zucht eingesetzt werden dürfen.

 

1. Katarakt ( Graue Star )

    - Katarakt congenita ( wird als angeboren bewertet )

    - Katarakt juvenilis ( tritt später auf, ist erblich, aber

      nicht angeboren )

 

2. Primärglaukom ( Grüne Star )

 

3. Redinadysplasie ( RD)

    - Netzhautfalten (RD1)

      Hier tritt keine Sehstörung ein und die Entscheidung zur

      Zucht trifft der Züchter.

    - Geographische (RD2)

      Kann mit Sehstörung einhergehen und zur Erblindung

      führen.

    - Totale Ablatio retinae (RD3)

      Geht mit Erblindung einher und tritt häufig mit anderen

      Augenkrankheiten und Systemstörungserkrankungen auf.

 

4. Progressive Retinaatrophie (PRA)

      Bei der Dysplasie der Stäbchen und Zapfen treten erste

      Symptome wie Nachtblindheit ab 6 Monaten und die

      totale Erblindung ab dem Ater von 1 bis 2 Jahren auf.

 

      Bei späteren Einsetzen der Symptome tritt die

      Nachblindheit ab dem Alter von 3 bis 5 Jahren ein und

      die totale Erblindung ab dem Alter von 6 bis 9 Jahren auf.

 

5. Weitere vermutlich erbliche Augenkrankheiten

     Diese sind meist für den Hund irritierend und können auch

     schmerzhaft sein. Ohne Behandlung können diese auch

     zur Erblindung führen.

     - Entropium: Einwärtsdrehung der Lider.

     - Distichiasis: Einzelne bis viele wimpernähnliche Haare,

       die an der Lidkante entspringen.

     - Okulare Trichiasis: Fehlgerichtete Haare, die die

       Hornhaut berühren.

     - Stromale Hornhautdystrophie:  Fettablagerungen

       die im Alter von 1 bis 2 Jahren auftreten und sich zu

       einem perlmutartigem Fleck von ca. 5mm ausbreiten

       können.

     

Dies ist ein Auszug aus dem Bereich der Augenkrankheiten. Es soll sie nicht beunruhigen, jedoch darauf hinweisen, wie verwantwortungsvoll mit dem Thema ZUCHT umgegangen werden muss um die Rassen gesund zu erhalten.

 

Ein "Vermeherer", auch wenn er nur einmal einen Wurf haben möchte, wird sich mit der Thematik kaum beschäftigen und dies kann große gesundheitliche Folgen nach sich ziehen!